WACKEN!
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Auf ins holy field! Bald werden dort wieder Tausende in Gemeinschaft zusammenkommen, zelebrieren, was ihnen wichtig ist, angeregt Worten lauschen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen und lauthals singen. Die Tage auf dem holy field werden viele als Bereicherung für ihr Leben wahrnehmen.
Nein, gemeint ist nicht die Wiese beim Gemeindefest oder der Stadtpark beim Kirchentag. Gemeint ist das „Holy Wacken Land – Infield“. Der zentrale Bereich des Wacken-Festivals – mit den Bühnen und Ständen – wird von den Veranstaltern selbst so genannt. Für viele Metal-Fans oder einfach nur Festival-Fans ist das Wochenende Anfang August, an dem aus dem kleinen Dorf Wacken in Nordfriesland fast eine Großstadt wird, fest im Jahresablauf verplant: WACKEN oder auch W:O:A ist eben „heilig“.
Und es geht nicht nur um Musik oder Gemeinschaft. Viele Musiker*innen nutzen ihre Auftritte, um Botschaften an ihre Fans zu richten. So sang z.B. Bülent Ceylan „Wir sind alle anders gleich“ und setzte Hass immer wieder bedingungslose Liebe und Vergebung entgegen. Am Ende wünschte er seinem Publikum Gottes Segen. Kommt uns das bekannt vor?
An dieser „Wallfahrt“ der Metal-Fans nehmen jährlich ca. 80.000 Menschen teil. Ungefähr so viele, wie den Deutschen Evangelischen Kirchentag besuchen oder die Generalausdienz des Papstes an den bestbesuchten Tagen. Die musikalischen Künstler*innen treten auf mehreren Bühnen auf, da die Anzahl der Bands und Besucher*innen längst zu groß für nur eine Bühne geworden ist.
Ein besonderer Auftrittsort ist dabei die Bühne „Metal Church“ – die Heiligengeistkirche in der Dorfmitte. Dort finden einige Akustikkonzerte statt. So manch ein Metal-Fan nutzt die Kirche auch als ruhigen Rückzugsort während des Festivals. Nicht nur die Metal-Fans nähern sich räumlich und sprachlich an diesem Wochenende der Kirche an. Die Nordkirche ist seit vielen Jahren mit einem Seelsorgeteam vor Ort und bietet den Besucher*innen offene Arme und Ohren an. Und natürlich finden auch Gottesdienste in der „Metal Church“ statt.
Vielleicht sieht man sich ja am 26.07.2026 um 10.00 Uhr zum Thema „Heavy Metal hat seine Zeit…“.

