Waffen, Rüstungen, Schilde, Helme …

Eph 6,10-17
„Nehmt Glaubwürdigkeit als Gürtel, Gerechtigkeit als Rüstung, die Bereitschaft zu Friedfertigkeit nach dem Evangelium als Schuhwerk. Dazu nehmt den Glauben als Schild, mit dem ihr die Brandpfeile des Bösen ersticken könnt. Setzt die Erlösung als Helm auf, ergreift den Heiligen Geist, das Wort Gottes, als Schwert.“

Waffen, Rüstungen, Schilde, Helme …
Jeder Sciencefiction oder Fantasy Fan wird da hellhörig
Abenteuer – Kampf der Guten gegen die Bösen …
Und ja, im Spiel, im Film, im Roman finde ich das echt coool.
Da weiß ich aber auch, dass es am Ende gut ausgeht. Am Ende eines jeden anständigen Abenteuer-Epos, wenn Heldin oder Held fast aber nur fast gestorben ist, gewinnen schließlich die Guten gegen die Bösen, Held und Heldin „kriegen einander“ und die Welt ist gerettet.
Ich war nie im Krieg, habe nie eine reale Schlacht geschlagen, bin bisher -Gott Lob- von körperlicher Bedrohung weitestgehend verschont geblieben. Aber meine Kenntnisse und Erfahrungen aus Liverollenspiel, PC-Games und Geschichten reichen schon vollkommen aus um zu wissen, dass ich das ohnehin niemals real erleben möchte.
Heldentum macht mir nur in der Fantasie Spaß.
Paulus bietet uns an, diese martialischen Bilder anders zu besetzen. Er will uns nicht in den körperlichen Krieg schicken.
Nehmen wir die Bildebene weg und schauen auf das, wofür diese Bilder stehen, so bleiben übrig: Wahrheit, Gerechtigkeit, das Evangelium des Friedens, Glauben, Rettung und Heil, Geist und Wort Gottes. Jeder dieser Begriffe beschreibt einen zentralen Aspekt der Beziehung zwischen Gott und den Menschen.
Das ist absolut alltagstauglich.
Paulus macht Wort-Schwerter zu Wort-Pflugscharen.
Auf Gewalt nicht mit noch mehr Gewalt zu reagieren (ob physisch oder verbal) erfordert Mut, den Heldenmut des Alltags, sozusagen.

Natascha Luther

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