Was Maleficent, der Kleine Lord und Jesus gemeinsam haben

Was Maleficent, der Kleine Lord und Jesus gemeinsam haben

Die Maleficent-Realverfilmung mit Angelina Jolie hat einen interessanten Twist am Ende. (Spoiler-Alarm, solltet ihr ihn noch nicht gesehen haben!) Die Geschichte geht so:

Der jungen Fee Maleficent geschieht etwas Furchtbares. Ein Mensch, in den sie verliebt ist, verrät sie. Er betäubt sie, schneidet ihr die Flügel ab und gewinnt durch diesen Beweis seiner Stärke den Königsthron.
Maleficent schwört Rache. Sie verflucht die Tochter des Königs: An ihrem 16. Geburtstag wird die Königstochter sich an einer Spindel stechen und in einen ewigen Schlaf fallen. Nur ein Kuss wahrer Liebe kann sie retten.
Der König versteckt seine Tochter Aurora vor der bösen Fee. Doch Maleficent findet die Prinzessin und beobachtet sie heimlich.

Allerdings ist die kleine Aurora wirklich ganz reizend. Maleficent gewinnt sie lieb. Eines Tages entdeckt die Prinzessin Maleficent. Sie hat ihre ganz eigene Deutung wer diese dunkle Gestalt ist.

„Du bist meine gute Fee!“, behauptet die Prinzessin.

Nach einigen Jahren tut Maleficent ihr Fluch leid. Doch sie kann ihn nicht zurück nehmen. Darum organisiert Maleficent einen Prinzen für den rettenden Kuss. Und tatsächlich, er und die Prinzessin gehen einen verheißungsvollen Flirt ein. An ihrem 16. Geburtstag sticht sich Aurora an einer Spindel und fällt in einen tiefen Schlaf. Maleficent holt den Prinzen. Doch sein Kuss weckt die Prinzessin nicht auf.

Maleficent ist tiefraurig. Ihr absolut sicherer Fluch funktioniert. Er ist darum so sicher, weil er nur durch einen Kuss wahrer Liebe gebrochen werden kann. Und wahre Liebe gibt es nicht. Das hatte Maleficent schon als Mädchen durch den Verrat an ihrer Liebe gelernt.
Zum Abschied gibt Maleficent der schlafenden Prinzessin einen Kuss. Und die Prinzessin wacht auf. Maleficents Kuss war der Kuss der wahren Liebe.

Maleficent hat ausgerechnet mit ‚Der Kleine Lord‘ eine auffallende Gemeinsamkeit. In diesem Filmklassiker erzählt der junge Lord Fauntleroy seinem griesgrämigen Großvater so lange aus aufrichtiger Überzeugung, wie lieb und freundlich er ist, bis sein Großvater tatsächlich seine Freundlichkeit entdeckt.

Beide Geschichten erzählen von der Öffnung eines verschlossenen Herzens. In beiden Geschichten bewirkt jemand ganz Zartes, vermeintlich Machtloses diese Öffnung: ein Kind.

Es gibt keine Brechstange auf der Welt, die ein Herz öffnen kann.

Nur jemand ganz Sanftes kann das.

Die größte Macht liegt im Allerzartesten und Zerbrechlichsten.
Vielleicht ist G*ttes Macht auch ganz anders als wir denken, viel zarter und zerbrechlicher.
Vielleicht wird darum Advent.
Vielleicht ist G*tt in Jesus deshalb als Kind in die Welt gekommen und als Mensch über die Erde gelaufen, berührbar und versehrbar. Und genau darin stark.

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